Klinische Studien sind ein wichtiger Motor für den medizinischen Fortschritt

Die Entwicklung neuer Medikamente in der Rheumatologie: Ein komplexer Weg für bessere Therapien

An der Klinik für Innere Medizin / Rheumatologie am St. Elisabeth Hospital Meerbusch-Lank erleben wir täglich, wie wichtig innovative Medikamente für unsere Patientinnen und Patienten sind. Doch bis ein neues Medikament für rheumatische Erkrankungen tatsächlich zur Verfügung steht, ist es ein langer und anspruchsvoller Weg, der höchste wissenschaftliche Sorgfalt und Teamarbeit erfordert.
 

Von der Entdeckung zur Anwendung

Am Anfang steht oft eine neue wissenschaftliche Erkenntnis – etwa ein besseres Verständnis der Entzündungsprozesse bei rheumatischen Erkrankungen oder die Entdeckung eines neuen Wirkstoffs. In der sogenannten präklinischen Phase wird dieser Wirkstoff zunächst im Labor und in Tierversuchen auf Wirksamkeit und Sicherheit getestet.

Strenge Prüfungen in mehreren Phasen

Erst wenn diese Tests erfolgreich verlaufen, beginnt die klinische Entwicklung am Menschen. Diese ist in mehrere Phasen unterteilt:

Phase I:
Der Wirkstoff wird erstmals an wenigen gesunden Freiwilligen oder Patient:innen getestet, um die Verträglichkeit und die richtige Dosierung zu bestimmen.

Phase II:
Hier wird geprüft, wie wirksam und sicher das Medikament bei Patient:innen mit rheumatischen Erkrankungen ist.

Phase III:
In dieser Phase wird das neue Medikament mit bestehenden Therapien verglichen – oft in großen, internationalen Studien mit vielen Teilnehmer:innen.

Phase IV:
Nach der Zulassung wird das Medikament weiterhin überwacht, um seltene Nebenwirkungen oder Langzeiteffekte zu erkennen.

Jede dieser Phasen ist mit umfangreichen Untersuchungen, strengen gesetzlichen Vorgaben und einer intensiven Betreuung der Studienteilnehmer:innen verbunden.

Ein langer Weg – für mehr Sicherheit

Von der ersten Idee bis zur Zulassung eines neuen Medikaments vergehen meist 10 bis 15 Jahre. Nur ein kleiner Teil der erforschten Wirkstoffe schafft es tatsächlich bis zum Patienten. Sicherheit und Wirksamkeit stehen dabei immer an oberster Stelle – zum Schutz unserer Patientinnen und Patienten.


Teamarbeit für Ihre Gesundheit

Die Entwicklung neuer Medikamente ist eine echte Teamleistung: Wissenschaftler:innen, Ärzt:innen, Pflegekräfte, Pharmazeut:innen und Behörden arbeiten eng zusammen. Auch unsere Patientinnen und Patienten leisten durch ihre Teilnahme an klinischen Studien einen wichtigen Beitrag zum medizinischen Fortschritt.

Unser Ziel an der Klinik für Innere Medizin / Rheumatologie am St. Elisabeth Hospital Meerbusch-Lank ist es, Ihnen stets die bestmögliche und modernste Therapie anbieten zu können – heute und in Zukunft.


Was wir in unserer Klinik tun

In der Klinik für Innere Medizin / Rheumatologie am St. Elisabeth Hospital Meerbusch-Lank beteiligen wir uns aktiv an der Erforschung und Entwicklung neuer Therapien für rheumatische Erkrankungen. Wir führen regelmäßig klinische Studien durch, um innovative Medikamente und Behandlungsmethoden zu testen und unseren Patientinnen und Patienten frühzeitig Zugang zu modernen Therapien zu ermöglichen.

Unser erfahrenes Studienteam begleitet Sie während der gesamten Studiendauer – von der ersten Beratung über die Teilnahme bis zur Nachsorge. Dabei legen wir größten Wert auf Ihre Sicherheit, eine umfassende Aufklärung und eine individuelle Betreuung.

Durch unsere enge Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Forschungspartnern tragen wir dazu bei, die Behandlungsmöglichkeiten für rheumatische Erkrankungen stetig zu verbessern. Unser Ziel ist es, Ihnen heute und in Zukunft die bestmögliche medizinische Versorgung zu bieten.

Vorteile und Nachteile einer Studienteilnahme

Vorteile: Nachteile:
• Früher Zugang zu neuen Therapien: Sie erhalten möglicherweise innovative Medikamente, die noch nicht allgemein verfügbar sind. • Unbekannte Nebenwirkungen: Neue Medikamente können unerwartete oder noch nicht bekannte Nebenwirkungen haben.
• Intensive medizinische Betreuung: Während der Studie werden Sie engmaschig von unserem spezialisierten Team betreut und regelmäßig untersucht. • Ungewisse Wirksamkeit: Es ist möglich, dass die getestete Behandlung nicht besser wirkt als die Standardtherapie.
• Beitrag zum medizinischen Fortschritt: Ihre Teilnahme hilft, neue Behandlungsmöglichkeiten für zukünftige Patientinnen und Patienten zu entwickeln. • Placebo-Gabe: In manchen Studien erhalten Teilnehmer:innen ein Placebo (Scheinmedikament) und damit möglicherweise keine aktive Behandlung.
• Umfassende Aufklärung: Sie werden ausführlich über alle Abläufe, Chancen und Risiken informiert und können jederzeit Fragen stellen. • Zusätzlicher Aufwand: Die Teilnahme erfordert oft mehr Arztbesuche, Untersuchungen und Dokumentationen.
• Kostenfreie Versorgung: In den meisten Fällen erhalten Sie das Studienmedikament sowie alle im Rahmen der Studie erforderlichen Untersuchungen kostenlos. • Strenge Vorgaben: Studienabläufe und Zeitpläne können Ihren Alltag beeinflussen
• Fahrtkostenübernahme: Häufig werden Ihre Fahrtkosten für die Studienteilnahme ganz oder teilweise übernommen. • Psychische Belastung: Die Unsicherheit über die Wirksamkeit oder die Teilnahme an der Studie selbst kann belastend sein.
   

Wichtig:

Die Teilnahme an einer klinischen Studie ist immer freiwillig.
Sie werden vorab umfassend aufgeklärt und können Ihre
Einwilligung jederzeit ohne Nachteile zurückziehen.
Ihre Sicherheit und Ihr Wohl stehen für uns an erster Stelle.

Haben wir Ihr Interesse geweckt?

Sprechen Sie gerne Ihren behandelnden Arzt oder Ihre behandelnde Ärztin auf aktuelle Studienmöglichkeiten an. Unser Team informiert Sie ausführlich und beantwortet all Ihre Fragen rund um die Teilnahme an klinischen Studien.

 

Kontakt zur Studienambulanz

Unser erfahrenes Studienteam steht Ihnen bei allen Fragen rund um klinische Studien kompetent zur Seite:

 

Prof. Dr. med. Stefan Vordenbäumen, Chefarzt

Facharzt für Innere Medizin und Rheumatologie
Facharzt für Innere Medizin und Nephrologie
Zusatzbezeichnung Immunologie

stefan.vordenbaeumen(at)rrz-meerbusch.de

 

Dr. Türker Kurt

Facharzt für Innere Medizin und Rheumatologie

tuerker.kurt(at)rrz-meerbusch.de

 

Dr. Martin Kleefisch

Facharzt für Innere Medizin und Rheumatologie

martin.kleefisch(at)rrz-meerbusch.de

 

Dipl. Biologe Olga Kravchenko

Studienambulanz

+49 2150 917 287

olga.kravchenko(at)rrz-meerbusch.de

Sprechzeiten: 8.30 – 14.30 Uhr