Klinische Psychologie & Psychotherapie

Bei chronischen Schmerzen spielen psychische Faktoren oder Verhaltenseinflüsse im Krankheitsverlauf eine erhebliche Rolle in der Ausprägung der Erkrankung. So erleben viele Patientinnen und Patienten eine Verschlimmerung ihrer körperlichen Symptome, wenn sie von belastenden bzw. kritischen Lebensereignissen betroffen sind. Auch entwickeln viele Patientinnen und Patienten infolge der chronischen Schmerzen und der damit einhergehenden Einschränkungen im Alltag Ängste und / oder Depressionen. Ein Teil der chronischen Schmerzpatientinnen und -patienten war auch schon vorher psychisch belastet (z.B. durch Traumatisierung in Form von Gewalterfahrungen oder anderen stress-/ belastungsbezogenen Ereignissen).

Die psychotherapeutische Behandlung orientiert sich an den aktuellen wissenschaftlichen Standards. Den Patientinnen und Patienten kommen vor allem die Kenntnisse aus der psychologischen Schmerzforschung sowie aus der Verhaltensmedizin und Gesundheitspsychologie zugute. Die Ausrichtung unserer psychotherapeutischen Arbeit ist methodenübergreifend, wobei sowohl die kognitive Verhaltenstherapie, die systemische Therapie sowie auch die tiefenpsychologische Psychotherapie zum Einsatz kommen.

Die psychologische Diagnostik und psychotherapeutische Behandlung chronischer Schmerzen sind eingebettet in einem interdisziplinären und multimodalen Setting. Sie umfassen die Klärung der Komponenten der Schmerzverstärkung durch Krisen und dauerhafte Belastungen sowie die Wechselwirkungen von körperlichen, psychischen und sozialen Faktoren. Sie haben darüber hinaus zum Ziel, psychischen Erkrankungen vorzubeugen und Leidenszustände zu lindern.

In unserer Fachklinik behandeln Psychologinnen und Psychologen sowie Psychotherapeutinnen und -therapeuten chronische Schmerzen in Einzel- und Gruppeninterventionen. Wir wollen unsere Patientinnen und Patienten darin unterstützen, ihre Krankheit besser bewältigen zu können, die Lebensqualität zu bewahren oder wiederzufinden, ggf. auch trotz anhaltender körperlicher Befunde.

Weitere wichtige Ziele schmerzpsychologischer und psychotherapeutischer Ansätze insbesondere im multimodalen bzw. komplexen Behandlungskonzept sind:

  • Verständnis für bio-psychosoziale Zusammenhänge und gemeinsames Erforschen persönlicher Einflüsse auf das Schmerzgeschehen
  • Einschätzung bisheriger Bewältigungsmöglichkeiten
  • Akzeptanz als eine sinnvolle Möglichkeit auf Einschränkungen zu reagieren
  • Anpassung von Zielen und Wünschen an den gegebenen Kontext bei Verringerung von Diskrepanzen zwischen „Wollen und Können“
  • Anpassung von Erwartungen und Bewertungen
  • Stärkung vorhandener Ressourcen und Bewältigungsstrategien
  • Unterstützung bei einem angepassten aktiven Lebensstil

Nach oben

Unser Team

Dipl.-Psych. Nino di Bari
Leitender Psychologischer Psychotherapeut
Psychologische Schmerztherapie (ANOA), Supervisor

Tel.: 02842/70-8869
E-Mail: nino.dibari(at)st-bernhard-hospital.de

Dipl.-Psych. Kerstin Heering
Psychologische Psychotherapeutin, Spezielle Schmerzpsychotherapie

Tel.: 02150/917-442 
E-Mail: kerstin.heering(at)rrz-meerbusch.de

Nicole Walentek M. Sc.
Psychologin, PiA

Bürozeiten: Montags, donnerstags und freitags
Tel: 02150/917-432
E-Mail: nicole.walentek(at)rrz-meerbusch.de

Theresa Jäger-Schweig
Psychologin, PiA

Bürozeiten (ab Juli): Montags und donnerstags
Tel: 02150/917-437
E-Mail: Theresa.Jaeger-Schweig(at)rrz-meerbusch.de

Jenny Figueroa Diaz M. Sc.
Psychologin, PiA

Bürozeiten: Montags, dienstags und donnerstags
Tel.: 02150 / 917-437
E-Mail: Jenny.FigueroaDiaz(at)rrz-meerbusch.de

Amy Pfeiffer, M. Sc.
Psychologische Psychotherapeutin
(Aktuell in Elternzeit)

Tel. 02150 / 917-332
E-Mail: amy.pfeiffer(at)rrz-meerbusch.de