Chronische Polyarthritis

Chronische Polyarthritis ist als “Vielgelenkentzündung” zu übersetzen. Typische Symptome sind die Schwellung der Fingergelenke, der Handgelenke und der Zehengelenke in meistens symmetrischer Ausprägung, die Morgensteifigkeit der Hände, der Gelenkschmerz und - bei der Rheumafaktor-positiven Variante - die Ausbildung von Rheumaknoten.

Die chronische Polyarthritis kann auch zu Organbeteiligungen führen, so zu Entzündungen der Lunge und der Blutgefäße (Vaskulitis).

In den letzten Jahren gab es in der Rheumatologie große Fortschritte, sowohl in der Diagnostik als auch in der Therapie. Durch die Markteinführung neuer Medikamente wie z.B. Leflunomid oder der TNF-alpha-Hemmstoffe konnte das Leben vieler Patienten erheblich erleichtert werden. Das wichtigste und am häufigsten verordnete Medikament in der Basistherapie ist jedoch weiterhin das Methotrexat. Es senkt die Entzündungsaktivität und hilft, in der Therapie mit weniger Cortison auszukommen.

Neue Chancen bergen jedoch auch neue Risiken. Bisher gibt es keine “Wunderpille” gegen die chronische Polyarthritis, und die Erkrankung verläuft bei den allermeisten Patienten auch heute noch chronisch und in Schüben. Eine lebenslange Begleitung durch den Rheumatologen ist daher in der Regel unverzichtbar, um die Therapie flexibel der Entwicklung der Krankheit und den Bedürfnissen des einzelnen Patienten anzupassen.

Patienten beurteilen den Erfolg der Behandlung nicht zuletzt anhand der Schmerzen, die sie ertragen müssen. Eine multimodale, abgestimmte Schmerztherapie, zu der auch der Einsatz von Cortison gehören kann, ist von zentraler Bedeutung für die Lebensqualität und die Leistungsfähigkeit in Beruf und Familie.

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